Theater:

HIOB

nach dem Roman von Joseph Roth

HAUS EINS
Mi. 22.Nov.2017 - 19:30 bis ca. 21:55
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Der fromme Jude Mendel Singer fristet mit seiner Frau und den vier Kindern ein bescheidenes Dasein als Lehrer in Zuchnow, einem Schtetl im zaristischen Russland. Der jüngste Sohn, Menuchim, leidet an Epilepsie, doch mangelt es an Geld für eine Behandlung. Zudem ist Mendel wegen seines strengen Glaubens und Zutrauens in Gott überzeugt, dass dieser allein über eine mögliche Heilung entscheiden wird. Die Jahre ziehen ins Land und die Kinder wachsen heran: Jonas, der Älteste, drängt zur Armee und sehnt sich danach, später ein einfaches Leben als Bauer zu führen; Schemarjah, der Zweite, will in die große Welt hinaus und flüchtet vor dem Militärdienst nach Amerika; Mirjam, die Tochter, treibt sich herum und lässt sich – zum Entsetzen ihres Vaters – mit Kosaken ein, und Menuchim spricht nach wie vor nicht mehr als ein einziges Wort. Da kommt die Einladung von Schemarjah, nunmehr als Sam erfolgreicher Kaufmann, ihm in die USA zu folgen. Um Mirjam zu „retten“, trifft Mendel die Entscheidung zu emigrieren, auch wenn das bedeutet, Menuchim zurücklassen zu müssen – die Neue Welt würde ihn nicht einlassen. Doch anstatt dort ein besseres Leben zu führen, findet sich Mendel nicht zurecht, bleibt fremd und fühlt sich seiner selbst entrückt. Als dann noch das Schicksal unaufhörlich zuschlägt und ihm Frau, Sohn und Tochter raubt, wird Mendels bis dahin unerschütterlicher Gottesglaube auf eine harte Probe gestellt … Joseph Roth behandelt in seinem 1930 erschienenen Roman „Hiob“ ein zeitloses Thema: Migration. Er erzählt eine Geschichte von der Flucht aus unleidlichen Lebensbedingungen und der Hoffnung auf bessere Möglichkeiten. Von den Fesseln der Tradition und den Verlockungen neuer Welten. Von Emigration und Assimilation. Und von Glaube und Verzweiflung. Schließlich klingt bereits im Titel die alttestamentarische Geschichte von Hiob, dem von Gott geprüften Dulder, an. Ein solcher, modernerer Hiob ist Mendel Singer: ein einfacher Mann, passiv in seiner Gottergebenheit, der schließlich, vom Schicksal hart geschlagen, Gott durch Frömmigkeitsverweigerung zwingen will, ihn zu erretten – und am Ende ein Wunder erlebt. Der ungarische Regisseur András Dömötör, dessen Inszenierung von Ferdinand Schmalz’ „der thermale widerstand“ in der Spielzeit 2016 .2017 in HAUS ZWEI zu sehen war, wird sich diesem Klassiker der österreichischen Literatur mit frischem Blick nähern und damit sein Debüt auf der großen Bühne des Schauspielhauses geben.
Sa. 25.Nov.2017
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19:30 bis ca. 21:55 UHR

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Mi. 29.Nov.2017
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Fr. 01.Dez.2017
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Do. 21.Dez.2017
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Mi. 27.Dez.2017
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19:30 bis ca. 21:55 UHR

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Sa. 03.Feb.2018
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So. 04.Feb.2018
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15:00 bis ca. 17:25 UHR

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