Konzerte:

AUTUMN LEAVES FESTIVAL



ORPHEUM EXTRA
Do. 15.Nov.2018 - ab 20:00
ORPHEUM Graz

iCAL
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TAG 1
ENNO BUNGER –solo– (DE)
Drei Jahre nach dem melancholischen Konzept-Trennungsalbum „Wir sind vorbei“ veröffentlicht der Hamburger Musik- und Textkünstler Enno Bunger im Herbst 2015 sein drittes Album Flüssiges Glück. Mehr als ein Jahr lang arbeitete Bunger an dieser Platte, produzierte und schraubte bis ins letzte Rauschen zusammen mit Tobias Siebert (And The Golden Choir, Me And My Drummer, Philipp Boa) im Radio Buellebrueck Studio in Berlin. Dabei entstand ein Werk, das geprägt von verschiedensten Musikgenres und Themen kaum abwechslungsreicher sein könnte. Der 28jährige verknüpft Indie mit Folk und Klavierballaden mit Elektronik. Erfrischend, wie Bunger musikalisch überrascht. Dennoch klingt es immer nach Enno Bunger, der in seinem Wortgewand aus Poesie, Prosa und Punchlines endgültig zu den meistzitierten deutschsprachigen Künstlern gehören dürfte. Bunger bleibt weiterhin, wie auch schon in seinen Vorgängeralben und seinem TV-Noir-Meilenstein Regen Melancholiker, bricht aber auf diesem Album mit seiner vormaligen Rolle des Traurig-Verletzten, bekommt Kanten, wird ironisch, sarkastisch, zynisch und gesellschaftskritisch. Man darf das so sagen: diese Platte ist Bungers bisher bestes Album.
Nun, Nach den vielen tollen und vielen ausverkauften Konzerten zur Flüssiges Glück – Tour geht es, bevor er sich ans nächste Album macht, nochmal auf Tour. Nachdem uns Enno schon zwei Jahren beim Autumn Leaves samt Band die Ehre gab, wird er beim Autumn Leaves 2018 mit einer seiner grandiosen Soloshows Freude bereiten.


DAVID HOWALD (CH)
Die Musik des Sängers und Songschreibers David Howald ist wütend und feierlich, traurig und oft ein wenig grotesk, so als würden Nina Simone und Vic Chesnutt die Aufzeichnugen des Malte Laurids Brigge im Duett vortragen. Auf seinem gerade erschienenen dritten Album The Double, verbindet Howald Avantgardistisches und Theatrales mit Blues und krummer Elektronica, ohne dabei mit Song und Melodiösität zu geizen.

TAG 2
DER NINO AUS WIEN (AT)
Er wird oft mit dem jungen Andre Heller verglichen, hat große Leidenschaft für die Poesie, Peter Altenberg ist einer seiner Helden, aber auch Edward Lear oder James Joyce liebt er heiß. Er brachte sich das Instrumentieren selber bei, weil er sich im Gitarrenunterricht zu eingeschränkt fühlte. Schnell begann er all seine literarischen Vorlieben, aber auch die Sprache der modernen Zeit in ein musikalisches Korsett zu verpacken. Daraus erwuchs ein Projekt, dass vor Originalität nur so sprüht. Und das bekommt man vor allem auch live zu spüren: Auf den ersten Blick mag DER NINO AUS WIEN zwar klein und schüchtern daherkommen, wenn er allerdings anfängt auf seine unumstößlich authentische Art mit seinen wunderbaren Melodien und faszinierend-präzisen Texten zu synchronisieren, ist man schnell von seinem Selbstbewußtsein, seiner Experimentierfreudigkeit und Einzigartigkeit überwältigt. Mit Schwunder legte er 2011 einen großartigen Longplayer vor, das darauffolgende Album Bulbureal glänzte mit Unberechenbarkeit und grandioser Virtuosität. Danach folgten die grandiosen Alben Träume und Bäume, als Doppelconference quasi. 2015 erschienen das Best-of-Album Immer noch besser als Spinat und die EP Adria auf Problembär Records. Im Rahmen des steirischen Herbstes präsentierte er zusammen mit Natalie Ofenböck Das grüne Album – eine grenzgeniale Mischung aus steirischen und Wiener Klängen. Und im Herbst erscheint sein neuer Longplayer. Die Freude darauf ist sehr groß!

FORTUNA EHRENFELD (DE)
Hinter Fortuna Ehrenfeld steckt der Kölner Multiinstrumentalist und Tausendsassa Martin Bechler, der nicht nur außerordentliches kompositorisches Talent mitbringt, sondern auch einer der eindrucksvollsten deutschen Texter ist, der in letzter Zeit von sich Reden machte. Sein zweites Album Hey Sexy erscheint am 18. August 2017 bei Grand Hotel van Cleef. Fortuna Ehrenfeld spielt Popmusik für Erwachsene, die im schönsten Sinne verrückt ist.

ALICIA EDELWEISS (AT)
Alicia Edelweiss is an Austro-British musician based in Vienna. She started her musical career as a street musician and travelled all over Europe for two years, setting off at the age of 19. On her quest for freedom and travelling without any money, she pretty soon discovered her passion and talent for music on the streets – back then solely armed with a guitar.
Settling in Portugal for a while, she recorded her first EP I should have been overproduced (2012) three weeks after she began writing songs at all, due to a Portuguese friend she had just made that urged her to do so. The 7-track-EP was heavily influenced by the Anti-Folk movement in New York, which gave her courage to begin with song-writing. She also began to play the accordeon during her time in Portugal, which should become her trade-mark. Gradually getting bored by her existence as a hippy singer-songwriter, she decided to return to Vienna to explore new ways of performing and story-telling. While performing a lot solo she was also part of nomadic folk-punk band Old Trees as the accordeonist for their tours in 2015 and joined the band of austro-pop singer Voodoo Jürgens in 2016, the same year she also released her home-recorded debut album Mother, how could you – a sick tragic comedy in 10 acts. She has toured solo all over the Balkans, Austria, Germany, Poland, UK, France, Spain and Portugal and collaborated with many different musicians, performers and circus artists. She has done performances like Komplett im Arsch – a tragic anti-opera (2016) or Ich bin eine Ballerina (2018) in which she combines live music, dance and the circus arts all alone on stage. Recently there has been a documentary made about her called The Sound of Alicia Edelweiss (2018) which follows her concerts and performances for more than a year.

TAG 3
INNER TONGUE (AT)
Keine Kunst ohne inneren Konflikt: Mit dem scheinbar mühelos hingetupften Pop-Meisterwerk Favours tritt der Songschreiber, Produzent und Musiker Inner Tongue endgültig ins Licht. Vorausgegangen war eine tiefe Identitätskrise.
Wir wissen nicht, wie gut Inner Tongue mit dem Werk von Max Frisch vertraut ist. Ein bekanntes Zitat des Schweizer Schriftstellers passt jedenfalls gut zu der Geschichte, aus der sich die entfesselte Kreativität erklärt, die für Favours freigesetzt wurde. Mit souveräner Selbstverständlichkeit verdichtet Inner Tongue auf seinem triumphalen Albumdebüt Genres wie Post-Dubstep, Softrock, Sophisti-Pop, Neo-Soul, Post-Punk und Trip-Hop zu einer organischen Popsprache, die das ihr zugrundeliegende Referenzsystem souverän inszeniert, aber niemals offensiv ausstellt.
Quasi von einem Tag auf den anderen verlor Inner Tongue 2013 die Kontrolle über seine Stimme. Zunächst schien es keine medizinische Erklärung zu geben, erst nach einer kleinen Ärzte-Odyssee stellte ein Experte die richtige Diagnose: Der Musiker litt an einer äußerst seltenen Stimmstörung. Inner Tongue musste sich einer Operation an den Stimmbändern unterziehen, für welche die Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt. Zwei Jahre lang arbeitete Inner Tongue Tag und Nacht, um das Geld für die OP aufzubringen, die er schließlich privat bezahlte. Trotzdem war die Operation auch jenseits der üblichen Risiken eine heikle Angelegenheit: Als Kind hatte er während eines Routineeingriffs eine gefährliche allergische Schockreaktion erlitten, ob er die Narkose überhaupt vertragen würde, war unklar.
Um zu verstehen, warum Inner Tongue trotzdem alles auf eine Karte setzte und sich der OP unterzog, muss man wissen, welche Rolle Musik in seinem Leben spielt und immer spielte: Schon als Kind hatte Inner Tongue Gitarre gespielt und kannte über die Plattensammlung der Eltern, sein Vater ist ebenfalls Musiker, alle Songs von The Cure auswendig. Er liebte Pink Floyd, begann Keyboard zu spielen und hat über die Jahre vermutlich jedes Instrument mindestens einmal in der Hand gehabt. Später spielte Inner Tongue in mehreren Bands und wusste bereits damals ganz genau, was er wollte und was nicht: Einmal habe ich einen Produzenten abgelehnt, der schon mit David Bowie und Duran Duran gearbeitet hatte, sagt Inner Tongue. Er wollte unseren Sound radiofreundlicher und in Richtung College-Pop gestalten. Daran hatte ich aber kein Interesse. Nun: Die Plattenfirma hat uns danach rausgeschmissen.
Nicht mehr selbst singen zu können war für diesen Mann jedenfalls keine Option. Und so stand Inner Tongue die bislang größte Krise seines Lebens durch. Geplagt von Unsicherheit und Depressionen, aber immer in der grundsätzlichen Gewissheit, das richtige zu tun. Nach der erfolgreichen Operation durfte er mehrere Monate nicht singen und eine Weile lang auch nicht sprechen. Man muss nicht alle medizinischen Details kennen, um sich vorstellen zu können, was ein solcher Zwischenfall für einen Sänger psychologisch bedeutet: Plötzlich waren da nur noch er und die Dinge in seinem Kopf. Seine Gedanken und Erinnerungen wurden zu stummen Wörtern im Dialog mit sich selbst, er sprach mit einer inneren Zunge: Inner Tongue
Durch innere und äußere Bezüge, die in dieser Form nie zuvor zusammengeführt wurden, gelingt Inner Tongue auf Favours eine gänzlich eigene, hoch faszinierende Musiksprache, die das Gestern mitdenkt, sich im Heute bewegt und ins Morgen weist. Ohne die größte Krise seines bisherigen Lebens würde es diese Musik nicht geben.

KINGSWOOD (AU)
2018 war ein großes Jahr für Kingswood. Sie haben ihre Diskographie offiziell veröffentlicht, online und weltweit verfügbar. Im Juni werden sie mit ihrer mit Spannung erwarteten neuen Musik auf internationale Tournee gehen. Diese bevorstehende Veröffentlichung ist durch das definierende Element, das die Trios kreative DNA ist, verbunden. Egal welche Gestalt sie haben, diese Songs sind immer noch sofort als reines Kingswood zu erkennen.
Ihre 2017er Veröffentlichung: After Hours, Close To Dawn, wurde in den Rolling Stone Australia’s 50 Most Anticipated Albums of 2017 sowie The Herald Suns Biggest New Albums in 2017 genannt, eine Mischung aus einer eklektische Sammlung von Retro-R’n’B Grooves mit aufsteigenden Rock’n’Roll, Fuzzy Soul und Space Age Experimentation.
Kingswood hat sich zusammen mit den Schwergewichten Queens of the Stone Age, LCD Soundsystem und HAIM bei Byrons Splendor In The Grass Festival zusammen mit einer 16-tägigen australischen Headliner Tour getroffen.

MADELINE KENNEY (US)
This October, Madeline Kenney will release her sophomore album, Perfect Shapes — a wholly unexpected leap forward in both composition and musicality. The record was produced by Jenn Wasner (Wye Oak, Flock of Dimes) and reflects a deeply collaborative and introspective process, apparent both in arrangements and lyricism. Dealing with subjects of femininity, societal pressures, expectation, value and self-worth, Kenney stands tall in a moment of musical bravery and personal
clarity.
The complex and open-ended questions that lay at the core of Perfect Shapes mark Kenney’s arrival into a hard-hitting reflective space: How do you love another when it hurts to do so? What is the physical limit to which one can carry the emotions of others? How does a modern female artist reckon with the expectations demanded of her femininity? Yet for all the notes of doubt and fear that Kenney raises, she delivers each song with confidence and poise, grounded by the pointedly laid and surging soundscape.
Kenney has always had a penchant for curiosity and experimentation. Raised in the Pacific Northwest, she began studying classical piano and dance in kindergarten, and grew to believe her future lay in modern dance choreography. Not one to be tied to a singular pursuit, however, Kenney took a hard left in college, studying Interpersonal Neurobiology and supporting herself with a career in baking. Music remained a constant however, and after moving to the Bay Area in 2013, Kenney quickly found footing in the supportive arts community in Oakland. There, she met and began collaborating with Chaz Bear (Toro Y Moi), which led to the production of her Signals EP and later her debut album, Night Night at the First Landing. Both releases were received with great critical acclaim, and saw Kenney exploring the sounds within her self-proclaimed twang-haze genre, defined by cathartic fuzz breakdowns and lyrical sensitivity.
Do. 15.Nov.2018
AUTUMN LEAVES FESTIVAL
ab 20:00 UHR

ORPHEUM Graz

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Fr. 16.Nov.2018
AUTUMN LEAVES FESTIVAL
ab 20:00 UHR

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Sa. 17.Nov.2018
AUTUMN LEAVES FESTIVAL
ab 20:00 UHR

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